Modul 1: Grundlagen (60 AE)

Im Modul 1 werden die Grundfragen didaktischen Handelns vermittelt und innerhalb von Praxiseinheiten erprobt. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung des Lernens Studierender im Sinne des shift from teaching to learning. Ausgangspunkt dafür, die Lehre vom Lernen her zu denken, sind die individuellen Lehr- und Lernerfahrungen sowie kognitions- und sozialpsychologische Erkenntnisse. Die in Modul 1 eingesetzten aktivierenden Methoden dienen nicht nur der lern- und teilnehmendenorientierten Vermittlung von Themen, sondern ermöglichen zugleich den reflektierten Erwerb eines erweiterten Methodenrepertoires.
Das Modul erstreckt sich über ein Semester. Es beginnt mit einem Auftaktworkshop zu den „Grundlagen des Lehrens und Lernens“ (i.d.R. drei Tage) vor bzw. zu Semesterbeginn. Der Transfer des Erlernten in die eigene Lehr-Lern-Praxis und deren Reflexion werden in einer anschließenden „Praxisphase“ durch kollegiale Fallbesprechungen, kollegiale Hospitationen sowie weitere Praxisaufgaben im Verlauf des Semesters begleitet und gefördert.

Die im Rahmen des Auftaktworkshops und der Praxisphase gesammelten Erfahrungen werden im eintägigen Abschlussworkshop zum Ende der Vorlesungszeit ausgewertet und vertieft. Offene oder weitere Fragen der Teilnehmenden werden bearbeitet.

Das Modul 1 schließt mit einem schriftlichen Lernportfolio, das den Lernprozess und die Veränderungen im eigenen Lehr- und Lernverständnis dokumentiert und reflektiert, sowie einer individuellen Rückmeldung ab.

Modul 2: Erweiterung (100 AE)

In diesem Modul findet die Vertiefung und Erweiterung des hochschuldidaktischen Themenspektrums statt. Hierfür wählen die Teilnehmenden Workshops aus dem offenen hochschuldidaktischen Angebot aus, in welchem es folgende Handlungsfelder gibt:

  • Beraten, Begleiten & Interaktion (BBI)
  • Prüfen, Bewerten & Assessment (PBA)
  • Evaluieren, Reflektieren & Qualitätsentwicklung (ERQ)
  • Methoden, Medien & Digitales (MMD)
  • Vielfalt, Chancengleichheit & Internationales (VCI)
  • Lehr-/Lernplanung & Curriculumsentwicklung (LLC)
  • Schlüsselqualifikationen (SQ - max. 10 AE)

Modul 2 umfasst 100 AE. Hiervon müssen jeweils 16 AE in den drei Pflichtbereichen Beraten, Begleiten & Interaktion (BBI) | Prüfen, Bewerten & Assessment (PBA) | Evaluieren, Reflektieren & Qualitätsentwicklung (ERQ) absolviert werden.

Modul 3: Anwendung (80 AE)

Modul 3 gibt den Teilnehmenden die Gelegenheit, ein hochschuldidaktisches Thema nach eigener Wahl intensiv zu bearbeiten. Dies kann z.B. ein innovatives Lehrveranstaltungskonzept, die Gestaltung eines Blended Learning-Szenarios oder auch die Entwicklung von neuen Prüfungs- und Beratungsformaten sein. Die Teilnehmer_innen werden dabei in Form von Peer-Feedbacks, einer praxisbegleitenden Beratung durch das HDS und einer Mentorin bzw. eines Mentors unterstützt. Die Voraussetzungen für die Teilnahme an Modul 3 sind der Abschluss von Modul 1 und Modul 2 (100 AE).



Die 80 AE setzen sich aus zwei Komponenten zusammen: Die Planung, Evaluation und Dokumentation eines innovativen individuellen Lehr-Lernprojekts (60 AE) sowie die schriftliche Abschlussreflexion über das gesamte Zertifikatsprogramm einschließlich eines Abschlussgesprächs mit der HDS-Geschäftsstelle sowie eines Abschlussworkshops (20 AE).

Eine ausführliche Handreichung zu Modul 3 finden Sie hier.