Mit der Einführung der Bachelor-Studiengänge erging an die Studierenden das Versprechen, das Studium inhaltlich zu erneuern, stärker auf den Erwerb von Kompetenzen auszurichten und lernzentriert zu organisieren. Die Hochschullehre schließlich sollte in Qualität und Reputation verbessert werden. Um dieses Versprechen nicht wider besseren Wissens abzugeben, haben die sächsischen Hochschulen gemeinsam ihr Engagement in der Verbesserung der Lehre verstärkt.

Nach dem Vorbild anderer Bundesländer und gemäß der Empfehlung zur Qualitätsverbesserung von Lehre und Studium des Wissenschaftsrates wurde das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen (HDS) entworfen.

Meilensteine des HDS

 

  • Februar 2002: Gründung der Landesarbeitsgemeinschaft Hochschuldidaktik (LAG) Sachsen e.V. mit dem Ziel, nach der Abwicklung der DDR-Hochschulpädagogik in den Wendejahren neue Strukturen der Hochschuldidaktik im Freistaat aufzubauen. Zu den Gründungsmitgliedern der LAG gehören Prof. Dr. Jörg Knoll (†), Universität Leipzig, Prof. Dr. em. Jutta Blin, HS Zittau/Görlitz und Prof. Dr. Uwe Hirschfeld, ehs Dresden.

  • Juli 2009: Initiiert durch das Sächsische Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst unter Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange wird das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen (HDS) als Projektgruppe in Verantwortung des Leipziger Prorektors für Lehre und Studium, Herr Prof. Dr. Wolfgang Fach, aufgebaut.

  • Mai 2010: Die erste Ausgabe des HDS.Journals erscheint.

  • August 2010: Der erste Kurs im Pilotprogramm des HDS wird durchgeführt.

  • November 2010: Das erste HDS.Forum findet in Leipzig statt.

  • April 2011: Der Institutionalisierungsprozess wird erfolgreich abgeschlossen und das HDS als gemeinsame zentrale Einrichtung der sächsischen Hochschulen gemäß § 92 Abs. 2 des sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes gegründet.

  • Frühjahr/Sommer 2011: Die ersten regulären Kurse in Modul 1 des sächsischen Zertifikats finden statt.

  • April 2012: Start von Lehrpraxis im Transfer an den sächsischen Universitäten. Das Verbundprojekt mit einer Laufzeit bis Dezember 2016 und einem Fördervolumen von insgesamt 3,7 Mio. € wurde von der HDS Geschäftsstelle im Qualitätspakt Lehre eingeworben.

  • Herbst/Winter 2012/13: Die ersten Absolvent_innen schließen Modul 3 im Zertifikatprogramm ab und erlangen somit das sächsische Hochschuldidaktik Zertifikat des HDS.

  • März 2015: Die Evaluation des HDS durch die Evaluationsagentur Baden-Würtemberg (evalag) wird erfolgreich abgeschlossen.

  • 27. April 2015: Die Landesrektorenkonfrenz beschließt auf Grundlage der erfolgreichen Evaluation die Fortführung des HDS für zunächst weitere fünf Jahre bis März 2021.

  • Frühjahr/Sommer 2016: Die/Der 100. Lehrende schließt das hochschuldidaktische Zertifikatsprogramm ab.

  • Januar 2017: Start von Lehrpraxis im Transfer plus an den sächsischen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Das Nachfolgeprojekt im Qualitätspakt Lehre hat eine Laufzeit von vier Jahren (bis 12/2020) und ein Fördervolumen von insgesamt 5,2 Mio. €. Das Projekt zeichnet sich dabei insbesondere durch die Integration der HAW in die Verbundstrukturen und die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Hochschultypen aus.