Etablierung 2012 – 2020
Die Entwicklung der Hochschuldidaktik in Sachsen ist eng mit dem Erfolg des „Qualitätspakt Lehre“ verknüpft. Durch Umfang und Dauer der Maßnahmen im Qualitätspakt Lehre wurde bundesweit ein Kulturwandel in den Hochschulen angestoßen. Im Rahmen eines sächsischen Verbundprojektes wurde dabei sowohl die Zusammenarbeit zwischen der HDS Geschäftsstelle und den zuständigen hochschulinternen Organisationseinheiten vertieft, als auch die Sichtbarkeit und Akzeptanz von hochschuldidaktischer Weiterbildung erhöht. Neben klassischen Workshopformaten und Beratungssettings wurden in dieser Zeit neue Formate (z.B. Shortcuts, Teaching Analysis Polls, Summerschools, Facharbeitskreise) und Themengebiete (z.B. Studiengangentwicklung, Scholarship of Teaching and Learning) erschlossen sowie die (hochschulübergreifende) Vernetzung von Lehrenden ausgebaut. Das sächsische Hochschuldidaktik-Zertifikat konnte dadurch erweitert und im Umfang an internationale Standards in der Qualifizierung Lehrender angepasst werden.
Wichtiger Meilenstein war in diesem Zeitraum die erfolgreiche Evaluation der Hochschuldidaktik Sachsen und der Angebote, welche im Auftrag der Hochschulen und des Staatsministeriums durch die Evaluationsagentur Baden-Württemberg (evalag) durchgeführt wurde und die Verstetigung der HDS nachdrücklich empfohlen hat. Auf ihrer Sitzung vom 25. April 2015 wurde von der Landesrektorenkonferenz und im Einvernehmen mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Weiterführung der HDS für zunächst weitere fünf Jahre bis März 2021 beschlossen. Weitere wichtige Schritte waren in dieser Zeit der Abschluss von Kooperationsvereinbarungen der HDS Geschäftsstelle mit dem Arbeitskreis E-Learning (AK E-Learning) der Landesrektorenkonferenz sowie mit der Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen (KCS).
Ab März 2020 zeichnete sich die Arbeit in der Geschäftsstelle und an den Hochschulen aufgrund der CO-VID-19 Pandemie durch die (ad-hoc) Unterstützung von Lehrenden bei der Umstellung ihrer Lehrveranstaltungen auf ein „emergency remote teaching“ aus. Dabei waren insbesondere die Erfahrungen und Kompetenzen aus dem hochschulübergreifenden Projekt „Digitale Hochschulbildung Sachsen“ (2019-2023) hilfreich, welches in Kooperation mit dem AK E-Learning durchgeführt wird und entlang von drei Programmlinien Digitalisierungsprozesse in der Hochschullehre aktivieren, verbreitern und verstetigen soll.
Hochschuldidaktik in Sachsen ab 2021
Mit dem Beschluss zur Umsetzung des „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ durch die sächsische Staatsregierung wurde die Grundlage zur dauerhaften Finanzierung der Hochschuldidaktik Sachsen (HDS) geschaffen, um mit der HDS Geschäftsstelle und den HDS Arbeitsstellen an den Hochschulen den Professionalisierungsgrad in der Hochschullehre in den nächsten Jahren weiter zu erhöhen.


