Hochschuldidaktik in Sachsen vor 2009

Im Februar 2002 wird die Landesarbeitsgemeinschaft Hochschuldidaktik (LAG) Sachsen e.V. mit dem Ziel gegründet, nach der Abwicklung der DDR-Hochschulpädagogik in den Wendejahren neue Strukturen der Hochschuldidaktik im Freistaat aufzubauen. Zu den Gründungsmitgliedern der LAG gehören Prof. Dr. Jörg Knoll (†), Universität Leipzig, Prof. Dr. em. Jutta Blin, HS Zittau/Görlitz und Prof. Dr. Uwe Hirschfeld, ehs Dresden.

Gründung 2009 – 2011

Nach Verhandlungen zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unter Leitung der damaligen Staatsministerin Dr.in Eva-Maria Stange und den Hochschulen wird im Juli 2009 die Hochschuldidaktik Sachsen an der Universität Leipzig eröffnet. 


Wichtiger Meilenstein war in diesem Zeitraum die grundlegende Konzeption eines sächsischen Hochschuldidaktik-Zertifikats, die Pilotierung des strukturierten Zertifikatsprogramms sowie die Durchführung erster Kurse im offenen Programmangebot der Hochschuldidaktik Sachsen. Zudem erscheint im Mai 2010 die erste Ausgabe des E-Journals und im November desselben Jahres findet der erste sachsenweite „Tag der Lehre“ in Leipzig statt.


Mit Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen den Hochschulen wurde 2011 die zweijährige Projektphase abgeschlossen und das Hochschuldidaktische Zentrum auf Grundlage von § 92 SächsHSFG als erste gemeinsame Zentrale Einrichtung in der sächsischen Hochschullandschaft institutionalisiert.
 

Etablierung 2012 – 2020

Die Entwicklung der Hochschuldidaktik in Sachsen ist eng mit dem Erfolg des „Qualitätspakt Lehre“ verknüpft. Durch Umfang und Dauer der Maßnahmen im Qualitätspakt Lehre wurde bundesweit ein Kulturwandel in den Hochschulen angestoßen. Im Rahmen eines sächsischen Verbundprojektes wurde dabei sowohl die Zusammenarbeit zwischen der HDS Geschäftsstelle und den zuständigen hochschulinternen Organisationseinheiten vertieft, als auch die Sichtbarkeit und Akzeptanz von hochschuldidaktischer Weiterbildung erhöht. Neben klassischen Workshopformaten und Beratungssettings wurden in dieser Zeit neue Formate (z.B. Shortcuts, Teaching Analysis Polls, Summerschools, Facharbeitskreise) und Themengebiete (z.B. Studiengangentwicklung, Scholarship of Teaching and Learning) erschlossen sowie die (hochschulübergreifende) Vernetzung von Lehrenden ausgebaut. Das sächsische Hochschuldidaktik-Zertifikat konnte dadurch erweitert und im Umfang an internationale Standards in der Qualifizierung Lehrender angepasst werden. 


Wichtiger Meilenstein war in diesem Zeitraum die erfolgreiche Evaluation der Hochschuldidaktik Sachsen und der Angebote, welche im Auftrag der Hochschulen und des Staatsministeriums durch die Evaluationsagentur Baden-Württemberg (evalag) durchgeführt wurde und die Verstetigung der HDS nachdrücklich empfohlen hat. Auf ihrer Sitzung vom 25. April 2015 wurde von der Landesrektorenkonferenz und im Einvernehmen mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Weiterführung der HDS für zunächst weitere fünf Jahre bis März 2021 beschlossen. Weitere wichtige Schritte waren in dieser Zeit der Abschluss von Kooperationsvereinbarungen der HDS Geschäftsstelle mit dem Arbeitskreis E-Learning (AK E-Learning) der Landesrektorenkonferenz sowie mit der Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen (KCS).


Ab März 2020 zeichnete sich die Arbeit in der Geschäftsstelle und an den Hochschulen aufgrund der CO-VID-19 Pandemie durch die (ad-hoc) Unterstützung von Lehrenden bei der Umstellung ihrer Lehrveranstaltungen auf ein „emergency remote teaching“ aus. Dabei waren insbesondere die Erfahrungen und Kompetenzen aus dem hochschulübergreifenden Projekt „Digitale Hochschulbildung Sachsen“ (2019-2023) hilfreich, welches in Kooperation mit dem AK E-Learning durchgeführt wird und entlang von drei Programmlinien Digitalisierungsprozesse in der Hochschullehre aktivieren, verbreitern und verstetigen soll.

Hochschuldidaktik in Sachsen ab 2021

Mit dem Beschluss zur Umsetzung des „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ durch die sächsische Staatsregierung wurde die Grundlage zur dauerhaften Finanzierung der Hochschuldidaktik Sachsen (HDS) geschaffen, um mit der HDS Geschäftsstelle und den HDS Arbeitsstellen an den Hochschulen den Professionalisierungsgrad in der Hochschullehre in den nächsten Jahren weiter zu erhöhen.

Jahresberichte

Hochschuldidaktik Sachsen

Der Jahresbericht der Hochschuldidaktik Sachsen (HDS) präsentiert eine umfassende Darstellung der Angebote, Aktivitäten und Teilnehmerzahlen. Darüber hinaus bietet er Einblicke in die Struktur der HDS, die Arbeitsorganisation und die Anzahl der Beschäftigten.