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28.11.25

Nach intensiven viereinhalb Jahren voller kreativer Herausforderungen und gemeinsamer Anstrengungen endet das von der Stiftung für Innovation in der Hochschullehre geförderte Projekt „Digitalisierung in Disziplinen partizipativ umsetzen“ (D2C2) zum 31.12.2025. Im letzten halben Jahr haben wir über zahlreiche unserer Entwicklungen im D2C2-Abschlussemester in einer Vielzahl an Workshops, Vorträgen, Netzwerktreffen, einer Roadshow und weiteren Formaten aufmerksam gemacht und damit über 1.000 Lehrende und Studierende erreicht. Doch wie geht es nun weiter und was bleibt?

Fachspezifische Communties
Ein wesentliches Ziel des Projektes war es Digitalität in der Lehre fachspezifisch weiterzudenken. Dazu wurden sachsenweit fünf hochschulübergreifende fachspezifische Professional Learnings Communties gegründet. Sachsenweit sprachen Lehrende und zum Teil Studierende miteinander über die Lehre und das Lernen und zwar in den Fachrichtungen Informatik, Ingenieurwissenschaften, Kunst und Gestaltung, Psychologie, Soziales und Gesundheit. 
Zwei der Communities arbeiten weiter. Interessierte Lehrende aus den Fachrichtungen Informatik und Kunst und Gestaltung sind herzlich willkommen an den Netzwerken mitzuwirken.

 

Weitere Netzwerke
Unabhängig von der Fachspezifik hat sich eine weitere Community im Umfeld unseres Schwerpunktes zur didaktisch fundierten digitalen Werkstatt- und Laborarbeit (TU Dresden und HTW Dresden) gegründet, die sich mit Extended Reality (XR) in der Lehre befasst. Die Basis der Community liegt in Dresden, alle zwei Monate gibt es Treffen. Bei Interesse erfahren Sie im OPAL-Kurs vom nächsten Treffen. 
Auch Lehrende in der Mathematik, haben die Möglichkeit sich in einem Netzwerk auszutauschen. Das Netzwerk ist keine Neugründung, sondern sozusagen ein „Urgestein“. Die D2C2-Kolleg*innen Dr.in Katja Ihsberner (HTWK), Dr.in Antje Strehler (WHZ) und Fabian Taubert (TUC) haben dazu beigetragen, dass der Aufgabenpool Mathematik mit noch mehr Aufgaben angefüllt wurde und sich so manchen didaktischen Kniff einfallen lassen, dass Studierende ihr Gehirn mit mathematischen Aufgaben trainieren. Das Netzwerk trifft sich jedes Semester an einem anderen sächsischen Hochschulstandort. 

Und auf zwei weitere Möglichkeiten der Weiterbildung und Professionalisierung möchten wir noch hinweisen: 
Wer sich mit Lehre und KI beschäftigen möchte, dem sei das KI-Netzwerk ans Herz gelegt, dass die Kolleginnen Konstanze Pabst, Agnes Berbee und Doreen Klein der Universität Leipzig ins Leben gerufen haben und das von Doreen Klein fortgesetzt werden wird. Hier wird über die ab März 2026 alle zwei Monate stattfindenden hybriden weiteren Treffen informiert. 

Laboringeneur*innen in Sachsen, die sich mit Didaktik und Digitalität beschäftigen möchten, sind herzlich eingeladen, sich für eine der Weiterbildungsreihen anzumelden, die die D2C2 Kollegin Freya Geishecker auch nach Projektende innerhalb der HDS anbieten wird. Auch hierzu gibt es einen OPAL-Kurs für Interessierte. 

 

Datenschutzkonforme Quizzapp mit Schnittstelle zu OPAL
Dass in einem Projekt zur Digitalisierung in der Hochschullehre auch digitale Tools entwickelt werden, ist nicht selbstverständlich. Einem der von Studierenden der Hochschule Mittweida im Rahmen von D2C2 entwickelten Prototypen, wurden ein so starkes Interesse entgegengebracht, dass es nun in einer fortgeführten Version vorliegt. Wer sich für eine datenschutzkonforme App zum Üben von Prüfungsaufgaben interessiert oder einfach anregen möchte, dass Studierende sich untereinander zum Thema Ihrer Wahl „batteln“ kann auf der Webseite sein Interesse bekunden. Sobald an der Hochschule Mittweida geklärt wurde, wie die App für möglichst alle Hochschulen in Sachsen zur Verfügung gestellt werden kann, meldet sich die D2C2-Kollegin Josefine Welk (HSMW) bei Ihnen. 

 

Und was bleibt außerdem?
Selbstverständlich wurden im Projekt auch Lehrmaterialien entwickelt. Diese und unsere zahlreichen Publikationen, Blogartikel und Podcasts finden Sie auf unserer Webseite. Und einige Lehrende wurden von D2C2-Kolleg*innen bei der Umsetzung von Lehr-Lern-Projekten begleitet und haben diese in Form von Scholarship-of Teaching and Learning Projekten begleitet. Diese finden sich zum Teil schon auf der Alumni und Best-Practice Datenbank der Hochschuldidaktik Sachsen. Stöbern Sie gerne, vielleicht findet sich ja auch eine gute Idee für die Weiterentwicklung ihrer Lehre. 
Im Projekt D2C2 arbeiteten zwischen August 2021 und Dezember 2025 über 90 unterschiedliche studentische & wissenschaftliche Mitarbeitende. Einige waren von die ganze Projektlaufzeit dabei, andere gingen nur eine kurze Wegstrecke mit. Doch alle können Ihnen über Ihre Eindrücke und Erkenntnisse berichten. Einige bleiben in der Hochschuldidaktik Sachsen tätig, andere lehren und arbeiten in den Fachdisziplinen weiter oder verlassen den Bereich Hochschule, weitere sind derzeit auf Arbeitssuche. 

 

Wir alle bedanken uns bei den Lehrenden der elf sächsischen Verbundhochschulen für ihr Vertrauen, Unterstützung, Austausch, Inspiration, Zusammenarbeit, Engagement und vieles mehr!

Autor:in

Katrin Rockenbauch | Projektkoordination D2C2

katrin.rockenbauch@hd-sachsen.de