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06.11.25
Exzellente Hochschullehre in Sachsen
Mit der Vergabe des Sächsischen Lehrpreises 2025 würdigt das SMWK die Vielfalt und Qualität der Hochschullehre in Sachsen und zeigt, dass Innovation und Individualisierung zentrale Faktoren für exzellente Lehre bleiben. Die Preisverleihung fand an der TU Chemnitz im Anschluss an das HDS.Forum statt und wurde vom Referenten der Hochschuldidaktik Sachsen, Dominic Dives, moderiert.
Seit 2014 vergibt das SMWK den Sächsischen Lehrpreis alle zwei Jahre. Mit dem Preis werden Lehrende ausgezeichnet, die durch besonders engagierte, innovative und nachhaltige Lehrkonzepte beispielhaft zeigen, wie moderne Hochschullehre gestaltet werden kann. Eine elfköpfige Jury wählte fünf Preisträgerinnen und Preisträger aus, an die ein Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro vergeben wurde.
Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr das Thema Individualisierung der Lehre – also Lehransätze, die auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedarfe der Studierenden eingehen und dadurch den Lernprozess effizienter und erfolgreicher gestalten.
Preise in fünf Kategorien vergeben
In der Kategorie Universitäten erhielt Juniorprofessorin Nora Huxmann (TU Dresden) die Auszeichnung für ihr studierendenzentriertes Lehrkonzept, das Selbständigkeit und Eigenverantwortung fördert und durch Lernen im Reallabor am Standort Hoyerswerda praxisnahes Lernen ermöglicht. Ihr Lehransatz holt Studierende raus aus dem Hörsaal und bringt sie auf ein ehemaliges Schulgelände in Hoyerswerda.
An den Hochschulen für angewandte Wissenschaften wurde Prof. Dr. Sonja Schellhammer (Hochschule Zittau/Görlitz) geehrt. In ihrem Lehrveranstaltungen arbeiten Studierende aus verschiedenen Nationen und Kulturen gemeinschaftlich in Teams und Kleingruppen. Zudem gestaltet sie ihre Veranstaltungen und Lehrmaterialien besonders inklusiv und barrierearm.
In der Kategorie Musik- und Kunsthochschulen gingen die Preise an Prof. Clemens von Wedemeyer und Carsten Möller (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) für ihr innovatives Projekt „Kino in Bewegung“: Mit diesem Projekt initiieren sie Kulturangebote im ländlichen Raum.
Für die Duale Hochschule Sachsen wurde Prof. Dr. Philipp Seitz (Standort Breitenbrunn) ausgezeichnet, der mit seinen Studierenden per Video direkt an historische Orte reist. In seinem Seminar erarbeiten sich Studierende über Lernvideos, Texte, Quellen und interaktive Aufgaben selbständig historische Sachverhalte. In seinem Interview mit Dominic Dives, der den diesjährigen Lehrpreis moderierte, würdigte er die Angebote der HDS, die für ihn eine wichtige Unterstützung und Quelle für die Veränderung der Lehre waren.
Neu eingeführt wurde in diesem Jahr die Kategorie Lehrkräftebildung, in der Johann Meyer (Universität Leipzig) geehrt wurde. Er verbindet Kirchengeschichte mit analogen sowie digitalen Spielen und schafft dadurch lernfördernde und lebensweltnahe Lehrsituationen. Dabei setzt er auch gezielt KI-Tools zur Unterstützung bspw. als Gesprächspartner und in Feedbackrunden ein.
Lob und Anerkennung für die Preistragenden
Sachsens Minister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus Sebastian Gemkow betonte in seinem Grußwort, dass exzellente Lehre von Kreativität, Leidenschaft und der Haltung lebe und, dass „Lernen immer auch eine persönliche Begegnung ist.“
Auch Prof. Dr. Eva Inés Obergfell, Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Sachsen, stimmte in das Lob ein, betonte dabei den Wert von Netzwerken sowie der politischen Unterstützung und Würdigung guter Lehre.
Abgerundet wurde die Verleihung von einem Poetic Recording des Slam Poeten Nils Straatmann, der auf humorvolle Art und Weise Bildung als Mittel gegen Desinformation herausstellte.
Alle Auszeichnungen auf einen Blick
Juniorprofessorin Nora Huxmann, TU Dresden: „NextCityConcepts Hoyerswerda“, Studiengang Landschaftsarchitektur
Prof. Dr. Sonja Schellhammer, Hochschule Zittau/Görlitz: „Physik mit Projektwerkstatt“, Studiengang Green Engineering,
Prof. Clemens von Wedemeyer und Carsten Möller, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig: „Kino in Bewegung“, verschiedene Studiengänge
Prof. Dr. Philipp Seitz, Duale Hochschule Sachsen: Grundbegriffe, Geschichte, Arbeitsfelder und Propädeutik“, Studiengang Soziale Arbeit
Johann Meyer, Universität Leipzig: „Spiele(n) mit Kirchengeschichte“), verschiedene Studiengänge
Fotocredits: © Jacob Müller, TUC


