Veranstaltungen

21.09.22

Am 08. und 09. September fand im wunderschönen und zur konzentrierten Arbeit inspirierenden Kloster St. Afra, dem Tagungshaus der Evangelischen Akademie in Meißen, das zweite Symposium Lehre statt.

Das erste Symposium Lehre musste im vergangen Jahr noch digital durchgeführt werden. Alle Beteiligten – Organisator:innen, Referent:innen und Teilnehmende – waren umso glücklicher und zufriedener, dass das Symposium nun, beim zweiten Anlauf, in Präsenz stattfinden konnte. Das Symposium bildet mit dem HDS-Salon diejenige Programmlinie des HDS, die sich exklusiv an sächsische Professor:innen richtet .

13 Profsessor:innen von neun verschiedenen sächsischen Hochschulen hatten sich am späten Donnerstagnachmittag zusammengefunden und sich Zeit bis Freitagnachmittag genommen, um gemeinsam nachzudenken und zu arbeiten. Unterstützt durch die Referent:innen Prof.in Dr.in Marlen Gabriele Arnold (Professur für Betriebliche Umweltökonomie und Nachhaltigkeit, TU Chemnitz) und Prof. Dr. Matthias Barth (Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswald) tauschten die Professor:innen ihre Perspektiven auf Hochschulbildung für Nachhaltige Entwicklung aus, identifizierten Anknüpfungspunkte für den eigenen Hochschulkontext und entwickelten konkrete Lehrszenarien im Themenfeld Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung.

Gabriele Arnold eröffnete das Symposium mit einem Blick auf die sächsische Hochschullandschaft. Hier wurde deutlich, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein etabliertes Thema in der sächsischen Hochschullandschaft ist, aber durchaus noch in die Breite getragen muss. Genauso deutlich wurde, dass die große Mehrzahl der anwesenden Professor:innenschaft das Thema bereits im Berufsalltag verfolgt, dies aber gerne dauerhafter und noch systematischer tun würde. Im Verlauf des Symposiums sollte Gelegenheit sein, dafür Grundlagen zu legen.

Im Anschluss an Prof.in Dr.in Arnolds Input hatten die Teilnehmenden in wechselnden Zweiergruppen die Möglichkeit, Ihre Perspektive auf BNE an Hochschulen und individuelle Anknüpfungspunkte in der Hochschullehre zu teilen. Die Intensität der Gespräche deutete hier bereits an, dass die versammelten Professor:innen sich einiges zu diesem Thema zu sagen hatten. Wer wollte konnte die Gespräche beim zwanglosen Tagesausklang mit einem regionalem Getränk vertiefen.

Der zweite Tag begann mit der Keynote von Prof. Dr. Matthias Barth. Matthias Barth stellte Bezüge zum Vortag und den Perspektiven der Teilnehmenden her, um dann noch einmal grundsätzlich definitorisch auf das Thema BNE einzugehen. Im Anschluss zeigte Prof. Dr. Barth verschieden Ebene und Pfade auf, wie BNE als Gegenstand in Hochschule und Hochschullehre implementiert werden kann. Ausgehend von diesen modellhaften Vorschlägen gingen die teilnehmenden Professor:innen in zwei Arbeitsgruppen in eine mehr als dreistündige Arbeitsphase. Hier wurden konkrete Umsetzungskonzepte für die eigene Lehrpraxis erarbeitet.

Am Ende des zweiten Arbeitstages konnten von den Arbeitsgruppen Lehr-Szenarien präsentiert werden, die die sächsische Hochschullandschaft hinsichtlich des Themas BNE zukünftig bereichern werden. Das Symposium konnte so einen kleinen Teil dazu beigetrage, noch mehr Studierenden zukünftig Kompetenzen hinsichtlich eines nachhaltigen Umgangs mit Umwelt und Ressourcen zu vermitteln. Fähigkeiten, die angesichts von Klima- und Energiekrise, notwendiger sind als je zuvor, vielleicht die entscheidenden „future skills“ schlechthin.

Das nächste Symposium findet voraussichtlich am 11. und 12. September 2023 in der Evangelischen Akademie Meißen statt.

Außerdem laden wir alle sächsischen Professor:innen ganz herzlich zum kommenden HDS-Salon ein. Am 15. November 2022 ist Prof.in Dr.in Maria Kondratjuk zu Gast. Sie wird über das AEDiL-Projekt (AutoEthnographische Forschung zu digitaler Lehre) sprechen und wie diese Selbstbeforschung zur Verbesserung von Lernen und Lehren an Hochschulen beitragen kann. Der Salon startet um 16.30 Uhr und findet digital statt. (Anmeldungen bitte an thomas.gloy@hd-sachsen.de)

 

Im Namen des HDS
Dr. Thomas Gloy