Ausgehend von der Erfahrung der Teilnehmenden wird zunächst die Rolle von Theorien im eigenen Fach thematisiert. Davon ausgehend wird geprüft, an welchen Stellen das jeweilige Lehrhandeln der Teilnehmenden bereits theoriegeleitet ist. Anschließend werden einschlägige Lerntheorien vorgestellt und diskutiert, ihre Bedeutung und Relevanz, ihr Geltungsanspruch und Erklärungspotential beleuchtet. Vor dem Hintergrund dieses theoretischen Wissens soll die eigene Lehrhaltung und die konkrete Lehrpraxis analysiert werden. 

In der asynchronen Arbeitsphase zwischen den beiden Workshopterminen erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit ihre Tools und Instrumente zur Lehrplanung, ihre Inhalte und Methoden kritisch zu reflektieren und ggf. weiterzuentwickeln. Im abschließenden Online-Seminar werden die Ergebnisse vorgestellt, die Idee geteilt und diskutiert sowie ein gemeinsames Fazit gezogen.



Ablauf

Der Kurs ist in 3 Teile unterteilt. Zunächst findet eine synchrone Sitzung (4 AE) statt. Hier geht es zunächst erfahrungsbasiert um die Rolle von Theorien in verschiedenen Disziplinen. Davon ausgehend betrachten wir die Rolle von Lerntheorien in der (Hochschul)Didaktik. Ziel ist es ihre Bedeutung, aktuelle Relevanz, ihre Geltungsansprüche und Erklärungspotentiale zu diskutieren und offen zu legen.

Darauf folgt eine Phase des selbstgesteuerten Lernens (2 AE). Die Teilnehmenden haben noch einmal Zeit, zu klären, welche Bedeutung sie persönlich den einzelnen Lerntheorien zumessen, wie sich dies in ihr Gesamtbild von Lehre einfügt und an welcher Stelle und in welcher Weise sie Ihre Lehre vor diesem Hintergrund weiter entwickeln möchten.

Ganz konkret bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Tools und Instrumente zur Lehrplanung, aber auch ihre Inhalte und Methoden kritisch zu reflektieren.

Abschließend treffen sich die Teilnehmenden (4 AE) um die Ergebnisse zu teilen und zu reflektieren. Hier werden die Perspektiven der Teilnehmenden zusammengeführt und ein gemeinsames Fazit gezogen.


Ziele

Die Teilnehmenden...

  • vergegenwärtigen sich, von ihrem eigenen fachlichen Hintergrund ausgehend, die Bedeutung von Theorien für Fachdisziplinen;
  • erkennen Aspekte ihrer Lehre, die ggf. bereits durch (didaktische) Theorien geleitet sind;
  • kennen verschiedene Lerntheorien;
  • ordnen die Lerntheorien in ihrer Bedeutung und Relevanz innerhalb der Didaktik ein;
  • kennen ihre jeweiligen Geltungsansprüche und Erklärungspotentiale;
  • erkennen die Relevanz die von (abstrakten) Lerntheorien für (konkrete) Lehr-Lern-Situationen;
  • identifizieren konkrete Ansatzpunkte in ihrem Lehrkonzepten vor dem Hintergrund des Gelernten, um jene weiterzuentwickeln.


Datum: 22.06. (13:00 – 16:45 Uhr) & 29.06.2022 (13:00 – 16:00 Uhr)

Kosten: kostenfrei (für Lehrende der HDS-Mitgliedshochschulen)

Ort: Online Blended Learning Workshop (Link wird vor Veranstaltungsbeginn verschickt)

Arbeitseinheiten: Evaluieren, Reflektieren & Qualitätsentwicklung – 5 AE und Lehr-/ Lernplanung & Curriculumsentwicklung (LLC) – 6 AE

Kursleitung: Dr. Thomas Gloy

Anmeldung per Mail an: programm@hd-sachsen.de (Anmeldeschluss 15.06.2022)

Teilnehmendenzahl: max. 16