Das Verbundprojekt „Lehrpraxis im Transfer“ fördert hochschulübergreifende Lehr-Lern-Projekte an sächsischen Universitäten

 

Die aus 31 Einreichungen ausgewählten Projekte sind aus einem universitätsübergreifenden Wettbewerb zwischen den fünf Universitäten hervorgegangen, die im Verbundprojekt kooperieren und durch das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen (HDS) bei der Durchführung der Maßnahmen unterstützt werden. Die ausgewählten Projekte wurden im Rahmen der Jahrestagung, dem HDS.Forum Lehre, am 9. November 2012 an der TU Chemnitz präsentiert. Die Ergebnisse der Lehr-Lern-Projekte sind in der Ausgabe 2/2013 des HDS.Journal: Persepektiven guter Lehre veröffentlicht.

 

Erste Projektkohorte: Oktober 2012 – März 2013


Zesare – Kompetenzbündelung zur Unterstützung Studierender beim Erwerb studienbegleitender Zertifizierungen an sächsischen Hochschulen

Prof. Dr. Wolfram Hardt (TU Chemnitz) und Prof. Dr. Alexander Schill (TU Dresden)

Die online Lehr- und Lernplattform „Zesare“ zielt darauf ab, den Erwerb von berufsqualifizierenden Industriezertifizierungen im Bereich der Informatik zu erleichtern, indem die heterogenen Zugangsmöglichkeiten angeglichen werden. Kern der Plattform bilden Learning Communities aus Studierenden und Lehrenden, in denen Inhalte geteilt sowie Probleme und Fragen diskutiert werden, um so schrittweise eine digitale Wissensbasis zu den verschiedenen Zertifikaten aufzubauen. 


Modellbasiertes Erfahrungsmanagement bei Elbflorace

Prof. Dr. Werner Esswein (TU Dresden), Delia Rähder (TU Dresden) und Priska Lange (TU Bergakademie Freiberg)

Das Vorhaben ist bestrebt, einen systematischen Erfahrungstransfer für die Planung und Steuerung der studentischen Projekte über die jährliche Saison hinweg zu initiieren. Unterstützt durch den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik wird das „Team Elbflorace“ gemeinsam mit Studierenden des „Team Racetech“ der TU Bergakademie Freiberg ein Konzept für die Prozessmodellierung und ein modellbasiertes Erfahrungsmanagement entwickeln. 


Laborwerkstatt wissenschaftliches Schreiben

Dr. Olaf Bärenfänger (Universität Leipzig) und Antje Neuhoff (TU Dresden)

Das Projekt adressiert die Herausforderungen wissenschaftlichen Schreibens in einer Fremdsprache. Es ermöglicht den selbstgesteuerten Kompetenzerwerb anhand praxisnaher (berufs- und wissenschaftsbezogener) Schreibaufgaben in Kleingruppen und auf Schreibkonferenzen, zu denen die Lernenden „maßgeschneidertes Feedback“ erhalten. 


LinK: Lernen in interuniversitären Kleingruppen – Verbindung klassischer Lehrveranstaltungen verschiedener Universitäten durch tutorielle Begleitung auf einer Lernplattform

Prof. Dr. Bernd Schorb (Universität Leipzig), Dr. Anja Hartung (Universität Leipzig) und Prof. Dr. Ralf Vollbrecht (TU Dresden)

Kern des Vorhabens ist die enge Verzahnung von Grundlagenvorlesungen mit unterstützenden Blended-Learning-Tutorien vor dem Hintergrund des Lehren und Lernens in Großgruppen. Studierende erfahren in interregionalen Kleingruppen die Vor- und Nachteile mediengestützter Zusammenarbeit – eine Erfahrung, die bei Blended-Learning-Szenarien vor Ort leicht „umgangen“ werden kann – und stärken so ihre Team- und Medienkompetenzen. 


Blended Learning in der Doppelten Buchführung – Konzeption, Programmierung, Nutzung und Evaluierung eines mobilen E-Learning Tools

Prof. Dr. Silke Hüsing (TU Chemnitz), Prof. Dr. Volker Bank (TU Chemnitz), Prof. Dr. Michael Dobler (TU Dresden) und Prof. Dr. Bärbel Fürstenau (TU Dresden)

Das Projekt zielt auf die Einführung eines mobilen E-Learning Tools für Lehrveranstaltungen in doppelter Buchführung ab. Mit Hilfe des E-Learning Tools sollen die Kontaktzeiten in den Lehrveranstaltungen für die Fokussierung auf Problembereiche genutzt und durch interaktive Aufgaben die eigenverantwortliche Steuerung des Wissenserwerbs gefördert werden.  


Verbesserung der Studierfähigkeit im Medizinstudium und Förderung von Kernkompetenzen für die ärztliche Tätigkeit

PD Dr. Hendrik Berth (TU Dresden) und PD Dr. Yve Stöbel-Richter (Universität Leipzig)

Das Lehr-Lern-Projekt adressiert die universitären Lernbedingungen in der Humanmedizin, die durch eine hohe Stoffmenge sowie mangelnde bis fehlende Rückmeldungen über den individuellen Kenntnisstand gekennzeichnet sind. Ziel des Projektes ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, Belastungssituationen im Studium und im daran anschließenden Berufsalltag besser zu bewältigen.