Verbundprojekt „Lehrpraxis im Transfer“ fördert fünf innovative Lehr-Lern-Projekte an Sachsens Universitäten

 

Zwölf Projektanträge wurden von den sächsischen Universitäten eingereicht, von denen der Wissenschaftliche Beirat des HDS gemeinsam mit dem Studentischen Beirat des Verbundprojekts sowie dem AK E-Learning fünf Lehr-Lern-Projekte auswählte, die von April 2014 bis März 2015 aus den Mitteln des BMBF finanziert werden. 
Im November 2013 wurden im Rahmen des HDS.Forums die geförderten Projekte feierlich bekannt gegeben. Erste Ergebnisse wurden in einer interaktiven Postersession auf dem HDS.Forum am 7. November 2014 in Freiberg präsentiert. 

 

Dritte Projektkohorte: April 2014 – März 2015

 

Entwicklung eines Leitfadens zur Förderung interdisziplinärer Kompetenz von Praxisseminaren am Beispiel der Erstellung des Domführers „Der Freiberger Dom – Architektur als Sprache“ 

PD Dr. Gesine Schochow-Mierke (TU Chemnitz), Prof. Dr. Stefan Bürger (TU Dresden) und Prof. Dr. Thomas Köhler (TU Dresden) 

Im Rahmen des Lehr-Lern-Projektseminars soll von Studierenden und Lehrenden gemeinsam ein Leitfaden für interdisziplinäre Praxislernprojekte erstellt werden. Die Ergebnisse des Lehrformates sollen eine auf andere Kontexte übertragbare Handreichung sowie der Aufbau interdisziplinärer Projektkompetenz bei den teilnehmenden Studierenden unter Einbezug der jeweiligen Fachwissenschaft sein. Praktischen Hintergrund und nachnutzbares Ergebnis stellt die Erstellung eines öffentlich zugänglichen, interaktiven Führers zur Architektur des Freiberger Doms dar.

 

SPAts - Entwicklung eines kompetenzorientierten Online-Self-/PeerAssessments zur selbstgesteuer-ten und kooperativen Prüfungsvorbereitung im Bereich Thermodynamik und Supply Chain Management

Prof. Dr. Cornelia Breitkopf (TU Dresden) und Prof. Dr. Thorsten Claus (TU Dresden/IHI Zittau)

Ziel des Projektes SPAts ist die Entwicklung eines kompetenzorientierten E-Assessment als Self- Assessments in OPAL für die Fächer Technische Thermodynamik und Supply Chain Management (SCM) sowie die dortige fachbezogene E-Tutoren-Ausbildung als Hilfsmittel zur vertiefenden Aneig- nung der entsprechenden Lehrinhalte. Studierende verschiedener Studiengänge und sächsischer Hochschulen, sollen im Rahmen des Lehr-/Lern-Szenarios die Möglichkeit zur selbstgesteuerten und kooperativen Prüfungsvorbereitung erhalten.

 

eTUaction – education Technischer Universitäten in action

PD Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann (TU Chemnitz), Prof. Dr.-Ing. Martin Schmauder (TU Dresden) und Annika Feldhoff (TU Chemnitz)

Mit Hilfe der Module des Tools eTUaction wird die Qualität der Lehre in Massenveranstaltungen mit heterogenem Auditorium verbessert. Durch die Funktionen Test Your Knowlede und Co-Create Your Exam werden Verständnis- und Lernfortschrittskontrolle, studentische Beteiligung, Peer Learning und Selbstreflektion gefördert. Meet Your Teacher ermöglicht interaktiven Austausch von Studierenden und Lehrenden. Durch Evaluate Your Teacher wird Feedback in Bezug auf Veranstaltungen und Betreuung ermöglicht.

 

FC WInf (Flipped Classroom in der Wirtschaftsinformatik)

Prof. Dr. Peter Gluchowski (TU Chemnitz), Univ.-Prof. Dr. Carsten Felden (TU Bergakademie Freiberg) und Anja Lorenz (TU Chemnitz)

Die Grundlagenveranstaltungen der Wirtschaftsinformatik treffen auf Lernende mit stark heterogenem Vorwissen. Die Umgestaltung des Übungsbetriebs zum Flipped-Classroom-Szenario bietet den Studierenden individuelle Spielräume bei der Wissensvermittlung und erhöht deren Einbeziehung während der Präsenzphase. Die Zusammenarbeit der WI-Professuren Chemnitz und Freiberg erschließt nicht nur einen breiteren Aufgabenpool, sondern ermöglicht vor allem den Erfahrungsaustausch unter den Lehrenden.


 

Neue Medien in den Geisteswissenschaften in Lehre und Forschung

Prof. Dr. Charlotte Schubert (Universität Leipzig), Prof. Dr. Joachim Scharloth (TU Dresden), Prof. Dr. Thomas Köhler (TU Dresden) und Patrick Pfeil (Universität Leipzig)

Ziel des Projektes ist die dauerhafte Einbindung der ehumanities in die Lehre der Geisteswissenschaften an sächsischen Hochschulen. Aufbauend auf Erfahrungen vergangener Projekte wird ein entsprechendes Konzept entwickelt und evaluiert. Zusätzlich wird ein Dialog zwischen Studierenden und Nachwuchswissenschaftler_innen etabliert. Die Nachhaltigkeit des Projektes wird durch Anbindung an bestehende E-Learning-Plattformen gewährleistet.



Beitrag aus der LUMAG – Das Leipziger Universitätsmagazin 04/2014