Feedback stellt eines der wirksamsten Instrumente zur Förderung von Lern- und Entwicklungsprozessen dar. Allerdings gehen mit Rückmeldungen nicht per se Leistungssteigerungen einher. Vielmehr zeigt die empirische Forschung, dass im Anschluss an Feedback oft auch ein Rückgang von Motivation und Leistung auftritt. Demnach gilt es bei der konzeptionellen Einbindung von Feedback in Lehrveranstaltungen oder Arbeitsprozesse sowie bei der Gestaltung und Nutzung von Feedback einige Punkte zu beachten, um Lern- und Entwicklungsprozesse effektiv zu unterstützen.

Im Rahmen der Veranstaltung wird ein mehrperspektivischer Blick auf Feedback in der Hochschullehre eingenommen: Zum einen Rückmeldungen der Lehrenden an die Studierenden (z.B. im Kontext von Prüfungen), zum anderen wenn Lehrende sich Feedback von den Studierenden einholen (z.B. zur Weiterentwicklung der eigenen Lehre). Neben konzeptionellen Überlegungen zur stringenten Einbettung von Feedbackelementen in die Lehre stehen hierbei auch kommunikationspsychologische Aspekte im Fokus.
  
Der Workshopinhalt ist auf drei Termine aufgeteilt. Im Anschluss wird mit allen Teilnehmenden ein gemeinsamer (vierter) Konsultationstermin vereinbart, an welchem über den Einsatz der erlernten Methoden reflektiert und Fragen gestellt werden können.

Verteilung der Arbeitseinheiten

  • Beraten, Begleiten & Interaktion (BBI): 4 AE

  • Evaluieren, Reflektieren & Qualitätsentwicklung (ERQ): 8 AE

Verteilung der Bonusarbeitseinheiten

  • Beraten, Begleiten & Interaktion (BBI): 2 AE

  • Evaluieren, Reflektieren & Qualitätsentwicklung (ERQ): 2 AE

Bei Teilnahme am vierten Termin (Konsultationstermin) erhalten die Teilnehmenden zusätzlich 4 Arbeitseinheiten.

Lernziele

Die Teilnehmenden…

  • kennen und reflektieren unterschiedliche Funktionen von Feedback, auch in Relation und Abgrenzung zu Evaluationsverfahren

  • reflektieren, wie Feedback an Studierende konzeptionell stimmig in ein zielorientiertes Seminarkonzept eingebunden werden kann

  • reflektieren, wie Feedbackmethoden systematisch zur Entwicklung der eigenen Person und Lehre eingesetzt werden kann.

  • kennen unterschiedliche digitale und analoge Feedbackmethoden/ -instrumente und reflektieren deren Einsatz im Veranstaltungskontext.

  • kennen kommunikationspsychologische Grundlagen und reflektieren, wie kommunikative Feedbackmomente für sich und andere konstruktiv und entwicklungsförderlich gestaltet werden können.

Kursleitung

Dr. Andreas Müller
Nach einem Studium der Pädagogik, Psychologie und Psycholinguistik in München und Leipzig, arbeitete Dr. Andreas Müller von 2006 bis 2012 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pädagogik der LMU München. Er promovierte dort zum Themenfeld schulisches Qualitätsmanagement und erwarb das Zertifikat Hochschullehre der Bayerischen Universitäten. Von März 2012 bis September 2022 leitete er mehrere Abteilungen am Pädagogischen Institut der Landeshauptstadt München, zuletzt die Abteilung für Führungskräftequalifizierung und Qualitätssicherung/ -entwicklung. Im Anschluss war er als Organisationsberater für Verwaltungen bei gfa public in Berlin tätig. Seit 2007 ist Dr. Andreas Müller als Dozent, Referent, (Einzel)Coach und Moderator an Hochschulen tätig, unter anderem auch für das Trainernetzwerk www.working-between-cultures.com. Im Rahmen seiner Tätigkeiten ist für ihn immer handlungsleitend, einen möglichst optimalen Abgleich zwischen organisationalen/systemischen und individuellen Bedürfnissen und Ressourcen herzustellen.


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Zeitraum

22.07.2024—16.08.2024

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Termine

22.07.2024  |  09:00—13:15 Uhr

26.07.2024  |  09:00—13:15 Uhr

16.08.2024  |  09:00—13:15 Uhr


Themenfeld
  • Beraten, Begleiten & Interaktion (BBI) | 4 AE

  • Evaluieren, Reflektieren & Qualitätsentwicklung (ERQ) | 8 AE


Umfang
  • 12 + 4 AE


Zielgruppe
  • Fachübergreifend

  • Zielgruppenübergreifend


Art
  • Onlineveranstaltung


Sprache
  • Deutsch


Veranstalter
  • TU Bergakademie Freiberg


Ort
  • Online-Veranstaltung
    Der virtuelle Veranstaltungsraum wird im Vorfeld bekanntgegeben.


Kontaktperson